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Atemübungen (Box-Breathing) bei Soziale Angststörung

Atemübungen reduzieren die sichtbaren körperlichen Symptome sozialer Angst — Erröten, zitternde Stimme und Schwitzen —, die zum Fokus selbstbezogener Sorgen in sozialen Situationen werden. Langsame Zwerchfellatmung senkt die sympathische Erregung vor oder während sozialer Begegnungen und reduziert die physiologischen Anzeichen, von denen Sozialängstliche befürchten, dass andere sie bemerken.

Soziale AngststörungHäufige Symptome

Erröten und Schwitzen

Sichtbare körperliche Reaktionen wie Hautrötung im Gesicht, übermäßiges Schwitzen oder Zittern in sozialen Situationen.

Herzrasen

Spürbar erhöhter Herzschlag beim Erwarten oder Eintreten sozialer Interaktionen, manchmal begleitet von Engegefühl in der Brust.

Übelkeit oder Magenbeschwerden

Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Magenkrämpfe oder Harndrang vor sozialen Ereignissen.

Angst vor Ablehnung

Anhaltende Sorge, dass andere einen negativ beurteilen, Fehler bemerken oder schlecht über einen denken.

Vermeidungsverhalten

Bewusstes Meiden sozialer Situationen, Ablehnen von Einladungen oder erzwungenes Durchhalten von Veranstaltungen unter extremem Leidensdruck.

Nachträgliches Grübeln

Stunden- oder tagelange gedankliche Wiederholung sozialer Interaktionen, Analyse vermeintlicher Fehler und Vorstellung negativer Bewertungen.

Atemübungen (Box-Breathing)Schritt-für-Schritt-Anleitung

1

Bequeme Position einnehmen

Setzen Sie sich aufrecht hin, mit den Füßen flach auf dem Boden und den Händen auf den Oberschenkeln. Schließen Sie die Augen oder richten Sie Ihren Blick sanft nach vorne. Lassen Sie die Schultern locker von den Ohren fallen.

2

4 Sekunden einatmen

Atmen Sie langsam durch die Nase für vier Zähleinheiten ein. Konzentrieren Sie sich darauf, die Lungen von unten nach oben zu füllen – spüren Sie, wie sich zuerst das Zwerchfell ausdehnt, dann der Brustkorb.

3

4 Sekunden anhalten

Halten Sie den Atem sanft für vier Zähleinheiten an. Halten Sie den Körper entspannt – es sollte keine Anspannung entstehen. Diese Pause ermöglicht es dem Sauerstoff, den Blutkreislauf vollständig zu sättigen.

4

4 Sekunden ausatmen

Atmen Sie langsam durch den Mund für vier Zähleinheiten aus und entleeren Sie dabei die Lungen vollständig. Wiederholen Sie den Zyklus vier bis sechs Mal oder bis Sie spüren, wie Ihre Herzfrequenz sinkt.

Ihren Fortschritt verfolgen

Sehen Sie mit AnxietyPulse, wie diese Techniken bei Ihnen im Laufe der Zeit wirken.

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Häufig gestellte Fragen

Ja, und das ist einer der entscheidenden Vorteile von Atemübungen bei sozialer Angst. Sie können Ihre Ausatmung unauffällig verlängern, ohne dass es jemand bemerkt — atmen Sie einfach normal ein und lassen Sie die Ausatmung einige Sekunden länger dauern. Sie müssen weder die Augen schließen noch eine besondere Haltung einnehmen. Viele Menschen mit sozialer Angst praktizieren langsames Atmen während Besprechungen, Gesprächen oder gesellschaftlichen Veranstaltungen, indem sie jede Ausatmung leicht verlängern und dabei weiterhin normal am Gespräch teilnehmen.

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