Ashwagandha (Withania somnifera) wird gegen Stress, Schlafprobleme und Angst angeboten. Das sind unterschiedliche Beschwerden: Weniger Stress belegt noch keine wirksame Behandlung einer Angststörung.
Was zeigen die Studien?
Eine Metaanalyse von 2022 fand Vorteile, bewertete die Evidenzsicherheit jedoch als niedrig. Das NCCIH beschreibt mögliche Vorteile bei Stress und Schlaflosigkeit; die Wirkung auf Angst bleibt unklar. Viele Studien sind klein und untersuchen verschiedene Präparate. Daraus lässt sich kein persönliches Wirkversprechen ableiten.
Dosis, Extrakte und Einnahmedauer
Wurzel-, Blatt- und gemischte Extrakte sind nicht austauschbar. Die Milligrammangabe allein macht zwei Produkte nicht gleichwertig. Diese Quellen belegen weder eine allgemeingültige Dosis noch eine beste Marke oder einen verlässlichen zeitlichen Wirkungsverlauf bei Angst. Besprich das konkrete Produkt und deine Medikamente mit einer ärztlichen Fachperson oder in der Apotheke.
Sicherheit
Laut NCCIH ist die langfristige Sicherheit unklar. Möglich sind Schläfrigkeit und Verdauungsbeschwerden; auch Leberschäden wurden berichtet. In Schwangerschaft und Stillzeit sollte Ashwagandha vermieden werden. Schilddrüsen- oder Autoimmunerkrankungen, bevorstehende Operationen und Wechselwirkungen mit Medikamenten verdienen besondere Beachtung. Lies die Sicherheitshinweise.
Was ein Tagebuch leisten kann
Ein Angsttagebuch hilft, Symptome, Schlaf und Veränderungen für ein Gespräch zu dokumentieren. Eine Besserung nach Beginn der Einnahme beweist nicht, dass das Präparat sie verursacht hat. Ein Tagebuch ersetzt weder Diagnose noch Behandlung.
Allgemeine Informationen, keine individuelle medizinische Beratung.
