Achtsamkeitsmeditation
Achtsamkeitsmeditation trainiert die Fähigkeit, Gedanken und Empfindungen zu beobachten, ohne auf sie zu reagieren. Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2014 in JAMA Internal Medicine ergab, dass Achtsamkeitsprogramme moderate Verbesserungen bei Angst, Depression und Schmerz bewirken. Der Mechanismus ist nicht Entspannung per se – es geht darum, eine andere Beziehung zu ängstlichen Gedanken zu entwickeln: sie als mentale Ereignisse zu betrachten statt als Tatsachen, die Handlungen erfordern.
Achtsamkeitsmeditation — Schritt-für-Schritt-Anleitung
Einen ruhigen Ort finden
Wählen Sie einen Ort, an dem Sie 5 bis 10 Minuten ungestört sind. Nehmen Sie eine bequeme, aufrechte Haltung ein – auf einem Stuhl, einem Kissen oder einer Bank. Stellen Sie einen Timer, damit Sie nicht auf die Uhr schauen müssen.
Auf den Atem fokussieren
Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den natürlichen Rhythmus Ihrer Atmung. Bemerken Sie das Gefühl der einströmenden Luft in den Nasenlöchern, das Heben der Brust und das Loslassen beim Ausatmen. Versuchen Sie nicht, die Atmung zu verändern oder zu kontrollieren.
Bemerken, wenn der Geist abschweift
Ihr Geist wird abschweifen – das ist kein Versagen, sondern die Übung. Wenn Sie bemerken, dass Sie an etwas anderes gedacht haben, benennen Sie es sanft und ohne Urteil ('Denken'). Dieser Moment des Beobachtens ist die Kernkompetenz, die Sie aufbauen.
Die Aufmerksamkeit zurückführen
Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit jedes Mal zurück zum Atem, wenn Sie bemerken, dass sie abgedriftet ist. Jede Rückkehr stärkt die neuronalen Pfade für Aufmerksamkeitskontrolle. Beginnen Sie mit 5-Minuten-Einheiten und steigern Sie sich schrittweise auf 15 oder 20 Minuten.
Ihren Fortschritt verfolgen
Sehen Sie mit AnxietyPulse, wie diese Techniken bei Ihnen im Laufe der Zeit wirken.
