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Achtsamkeitsmeditation bei Panikstörung

Achtsamkeitsmeditation hilft bei Panikstörung, indem sie die Beziehung zu körperlichen Empfindungen verändert, die typischerweise Panikattacken auslösen. Anstatt einen rasenden Herzschlag oder ein Engegefühl in der Brust als gefährlich zu interpretieren, lernen Meditierende, diese Empfindungen mit Neugier statt mit Angst zu beobachten — und unterbrechen so die katastrophisierende Interpretationskaskade, bevor sie sich zu einer vollständigen Attacke aufschaukelt.

PanikstörungHäufige Symptome

Herzrasen

Ein hämmernder, rasender oder flatternder Herzschlag, der sich wie ein Herzinfarkt anfühlen kann – oft das erschreckendste Symptom während einer Panikattacke.

Kurzatmigkeit

Das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen oder erstickt zu werden, was zu flacher, schneller Atmung führt.

Schwindel oder Benommenheit

Gefühl des Ohnmächtigswerdens, der Unsicherheit oder der Abgetrenntheit von der Umgebung, oft durch Hyperventilation während einer Attacke verursacht.

Angst vor Kontrollverlust

Ein überwältigendes Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, durchdrehen zu müssen oder sich während einer Attacke blamieren zu werden.

Derealisation

Gefühl der Abgetrenntheit von der Realität oder von sich selbst, als sei die Welt um einen herum unwirklich oder traumartig.

Erwartungsangst

Anhaltende Sorge darüber, wann die nächste Panikattacke auftreten wird, was zu Verhaltensänderungen und Vermeidung auslösender Situationen führt.

AchtsamkeitsmeditationSchritt-für-Schritt-Anleitung

1

Einen ruhigen Ort finden

Wählen Sie einen Ort, an dem Sie 5 bis 10 Minuten ungestört sind. Nehmen Sie eine bequeme, aufrechte Haltung ein – auf einem Stuhl, einem Kissen oder einer Bank. Stellen Sie einen Timer, damit Sie nicht auf die Uhr schauen müssen.

2

Auf den Atem fokussieren

Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den natürlichen Rhythmus Ihrer Atmung. Bemerken Sie das Gefühl der einströmenden Luft in den Nasenlöchern, das Heben der Brust und das Loslassen beim Ausatmen. Versuchen Sie nicht, die Atmung zu verändern oder zu kontrollieren.

3

Bemerken, wenn der Geist abschweift

Ihr Geist wird abschweifen – das ist kein Versagen, sondern die Übung. Wenn Sie bemerken, dass Sie an etwas anderes gedacht haben, benennen Sie es sanft und ohne Urteil ('Denken'). Dieser Moment des Beobachtens ist die Kernkompetenz, die Sie aufbauen.

4

Die Aufmerksamkeit zurückführen

Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit jedes Mal zurück zum Atem, wenn Sie bemerken, dass sie abgedriftet ist. Jede Rückkehr stärkt die neuronalen Pfade für Aufmerksamkeitskontrolle. Beginnen Sie mit 5-Minuten-Einheiten und steigern Sie sich schrittweise auf 15 oder 20 Minuten.

Ihren Fortschritt verfolgen

Sehen Sie mit AnxietyPulse, wie diese Techniken bei Ihnen im Laufe der Zeit wirken.

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Häufig gestellte Fragen

Meditation ist für die meisten Menschen mit Panikstörung sicher, aber körperfokussierte Meditation kann gelegentlich Panik bei Personen auslösen, die körperliche Empfindungen fürchten. Wenn Sie während der Meditation zunehmende Panik bemerken, lassen Sie die Augen offen, verkürzen Sie die Sitzungen und beginnen Sie mit extern fokussierten Übungen (Klangmeditation) anstelle von Body-Scans. Das Paradoxe ist, dass das Erlernen, mit unangenehmen Empfindungen während der Meditation zu verweilen, tatsächlich therapeutisch ist — es ist eine Form der interozeptiven Exposition, die die Paniksensitivität mit der Zeit verringert.

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