Atemübungen (Box-Breathing) bei Panikstörung
Zwerchfellatmung unterbricht die Aktivierung des sympathischen Nervensystems während Panikattacken direkt, indem sie den Vagusnerv stimuliert und der Hyperventilation entgegenwirkt. Da Panikattacken weitgehend durch respiratorische Alkalose ausgelöst werden — die Blut-pH-Veränderung, die durch schnelle, flache Atmung verursacht wird —, kann die Wiederherstellung eines normalen Atemmusters die Kaskade körperlicher Symptome innerhalb von Minuten stoppen.
Panikstörung — Häufige Symptome
Herzrasen
Ein hämmernder, rasender oder flatternder Herzschlag, der sich wie ein Herzinfarkt anfühlen kann – oft das erschreckendste Symptom während einer Panikattacke.
Kurzatmigkeit
Das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen oder erstickt zu werden, was zu flacher, schneller Atmung führt.
Schwindel oder Benommenheit
Gefühl des Ohnmächtigswerdens, der Unsicherheit oder der Abgetrenntheit von der Umgebung, oft durch Hyperventilation während einer Attacke verursacht.
Angst vor Kontrollverlust
Ein überwältigendes Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, durchdrehen zu müssen oder sich während einer Attacke blamieren zu werden.
Derealisation
Gefühl der Abgetrenntheit von der Realität oder von sich selbst, als sei die Welt um einen herum unwirklich oder traumartig.
Erwartungsangst
Anhaltende Sorge darüber, wann die nächste Panikattacke auftreten wird, was zu Verhaltensänderungen und Vermeidung auslösender Situationen führt.
Atemübungen (Box-Breathing) — Schritt-für-Schritt-Anleitung
Bequeme Position einnehmen
Setzen Sie sich aufrecht hin, mit den Füßen flach auf dem Boden und den Händen auf den Oberschenkeln. Schließen Sie die Augen oder richten Sie Ihren Blick sanft nach vorne. Lassen Sie die Schultern locker von den Ohren fallen.
4 Sekunden einatmen
Atmen Sie langsam durch die Nase für vier Zähleinheiten ein. Konzentrieren Sie sich darauf, die Lungen von unten nach oben zu füllen – spüren Sie, wie sich zuerst das Zwerchfell ausdehnt, dann der Brustkorb.
4 Sekunden anhalten
Halten Sie den Atem sanft für vier Zähleinheiten an. Halten Sie den Körper entspannt – es sollte keine Anspannung entstehen. Diese Pause ermöglicht es dem Sauerstoff, den Blutkreislauf vollständig zu sättigen.
4 Sekunden ausatmen
Atmen Sie langsam durch den Mund für vier Zähleinheiten aus und entleeren Sie dabei die Lungen vollständig. Wiederholen Sie den Zyklus vier bis sechs Mal oder bis Sie spüren, wie Ihre Herzfrequenz sinkt.
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Häufig gestellte Fragen
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